LEIPZIG. (Ceto) Es gibt eine Entwicklung zu verkünden, an deren Ende heute ein fallender Heizölpreis stehen dürfte. Das war selten dieser Tage, in denen Rohöl- und Heizölpreise beharrlich anstiegen. Vor dem Hintergrund fortwährender Nahost-Krisen-News war das auch nachvollziehbar. Nach dem jüngsten Säbelrasseln zwischen Türkei und Syrien gab es eine nahöstliche Verbrüderung und nun wird das gemischte Doppel „Türkei/USA“ gegen „Iran/Syrien“ ausgefochten. Dennoch kommen die Rohölpreise für Brent (Nordsee) und WTI (US-amerikanisches Leichtöl aus Texas) ein wenig vom hohen Niveau der vergangenen Tage zurück, machen ein Minus von einem halben US-Dollar. Nordseeöl Brent wird für 105,80 Dollar je Barrel gehandelt, WTI liegt etwas unter 90 Dollar je Fass. Das zeigt, dass es neben dem Iran-Konflikt noch andere Einflüsse auf der Welt gibt: nämlich eine angeschlagene Eurozone und eine gute Versorgungslage. Und reichlich Skepsis ob der anstehenden Finanzentscheidungen der Zentralbanken.
Während das Rohöl moderat nach unten drehte, legte der Euro noch moderater zu – im Nachkommastellenbereich. Aktueller Gegenwert: 1,227 Dollar. Die gegenläufige Entwicklung ist günstig für Heizölkunden, die (natürlich mittelbar) weniger Euro für das an den Börsen in Dollar notierte Vorprodukt Gasoil bezahlen. Die Prognose ist also: Heizöl geht leicht nach unten.
