OSLO. - Eine Verschärfung des Arbeitskampfes droht nach mehreren Medienberichten die norwegische Ölbranche vollends lahmzulegen. Die Öl- und Gasproduktion könne schon ab morgen zum Erliegen kommen, erklärten sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber gestern. Da scheiterten die Tarifgespräche für die rund 7.000 Beschäftigten auf den Bohrplattformen vor der Küste nach 13 Stunden bereits zum dritten Mal.
"Der Streik geht weiter. Das ist eine sehr ernste Situation", so der Chefunterhändler des Branchenverbands OLF, Jan Hodneland. Der seit zwei Wochen andauernde Arbeitskampf war am Donnerstag mit der Arbeitgeber-Drohung eskaliert, ab Dienstag alle Beschäftigten auszusperren. Der zum größten Teil dem Staat gehörende Ölkonzern Statoil will die Produktion dann einstellen.
Mehr zum Anteil der norwegischen Ölexporte nach Deutschland findet sich hier.
